The Black Wolf's Den: Spiel des Lebens
 

Spiel des Lebens

Dienstag, 5. Februar 2008

Out of this world

We are home now
Out of our heads
Out of our minds
Out of this world
Out of this time

Bush - Out of this world

Die letzten Tage, Wochen war ich irgendwie nur körperlich anwesend. Und ich hatte keine Lust. Antrieb weg. Wo mein Handy liegt kann ich aktuell gar nicht sagen, das leidet vermutlich unter leerem Akku. ICQ hab ich vielleicht ein oder zwei Mal gestartet. Selbst in mein eigenes Blog habe ich nicht geschaut, geschweige denn in meiner Blogroll gelesen. Die Post liegt unbearbeitet hier herum. Wäsche muß mal wieder gewaschen werden. Aufräumen ist auch mal wieder fällig. Als ich eben nach meinen eMails geschaut habe, stellte ich zu meinem Erstaunen fest, daß ich Post von jemandem bekommen habe, der zu meiner Familie gehört und von dem ich gar nicht gedacht hätte, daß er noch weiß, wie man meinen Namen schreibt. Auf die Art und Weise vermeidet man wohl am besten soziale Kontakte. Es könnte ja die Frage aufkommen, wie es einem geht.

Und dann sagt man "Danke gut, und Dir?" Auch wenn es alles andere als "gut geht". Denn statt meines braun gebrannten Kampfgeistes hab ich eine blasse und verkniffen drein schauende Depression abgeholt. Die kommt mich immer mal wieder besuchen, macht es sich auf dem Sofa gemütlich und verbreitet Trübsal und Leere.

Und dann verschwinde ich. In der Versenkung. Geh weg Welt. Doch nur weil man möchte, daß die Welt aufhört zu existieren, tut sie das noch lange nicht. Störrisches Mistding. Sie schaut eher unbeteiligt zu, wie man kopfüber in die Leere stürzt und fragt "Ja, isses das jetzt, Mädel?"

Ich hab diese depressiven Schübe seit ich denken kann. Sie kommen einfach. Und sie gehen irgendwann wieder. So lange sie anhalten, ist da nicht viel außer Leere. Dann gibt es auch nicht viel zu sagen und zu erzählen. Vielleicht muß ich mich ab und komisch, leer und überflüssig fühlen, wer weiß?

Nur eines bin ich nicht mehr. Alleine. Ich habe Familie. Ich habe Freunde. Da draußen gibt es Menschen, die sich fragen, wo ich abgeblieben bin. Die für mich da sein können, wenn ich sie brauche. Einzig und allein dieses Wissen reicht. Es macht ein wunderbar warmes Gefühl in all der Leere.

So, jetzt gehe ich aufräumen. Wäsche waschen. Meine Post erledigen und eMails beantworten. Zwei Geburtstagkarten schreiben. Mein Handy aufladen. Blogs lesen. Meine Mutter anrufen. Stellenanzeigen lesen. Bob Marley hören. Don't worry, be happy. Wenn Baron Münchhausen sich an den Haaren aus dem Sumpf ziehen konnte, kann das ja nicht so schwer sein. In dem Sinne: man liest sich!

Samstag, 19. Januar 2008

Aus der Versenkung

Vor zehn Tagen habe ich meinen Kampfgeist auf einen ausgiebigen Urlaub geschickt. Die arme Socke sah schon total bleich und ausgezehrt aus, der hatte sich wirklich einen Urlaub verdient. Und während es sich der Gute irgendwo an einem sonnigen Strand hat gut gehen lassen, hing ich ein wenig in den Seilen und versuchte es mit zwanghafter Selbstbeschäftigung. Das einzig Positive: mein noch zu lesender Bücherstapel ist geringfügig kleiner geworden. Gerade hat mich der Kampfgeist angerufen, er nimmt morgen den Flieger zurück - vollkommen erholt und braun gebrannt. Dann kann es auch weiter gehen. Hier. Mit mir. Mit meinen Plänen. Und jetzt gehe ich Wäsche waschen und werde "Northern Lights" zu Ende lesen.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Therapeutisches Putzen

Mit noch schlechterer Laune aus dem Bett gekrochen als gestern hinein gestiefelt. Das schreit nach Käsetoast. Dummerweise weichte der Backofen noch fröhlich im Backofenspray, welches ich gestern Nachmittag großzügig darin verteilt hab. Sagen wir es so - der Backofen hatte die lange Zeit zum Einweichen auch bitter nötig. Das Wasser war schwarz nach dem Ausspülen und Auswischen. Da steht das kleine Ding schon so lange da rum und bis heute hat keiner gemerkt, daß es eine Schublade für Backbleche hat. Ziemlich zugestaubt und mit Krümeln übersät und siehe da, es hat sogar ein vergessenes Backblech.

Und weil so ein sauberer Backofen nicht in eine versaute Küche paßt, dachte ich mir, scheiß auf Job - du kannst schließlich auch so To-Do-Listen schreiben:
  • Backofen sauber machen
  • Abwaschen
  • Sämtliches Tupperzeug sortieren
  • Kühlschrank putzen
  • Kacheln schrubben
  • Herdplatten säubern
  • Fußboden wischen
  • Schränke aufräumen
So kann man den Tag dann auch herum kriegen. Und danke der Nachfrage, ich bin mir durchaus bewußt darüber, daß das nichts anderes als Selbstbeschiß ist. So lange es funktioniert, juckt mich das gerade knapp die Hälfte.

Dienstag, 1. Januar 2008

Jetzt ist sie da

Die große Acht hat die müde, alte Sieben abgelöst. Neues Jahr, neues Glück. Liebe Leser, möge 2008 Euer Jahr werden - was anderes akzeptiere ich persönlich jetzt einfach nicht. Paßt auf Euch auf da draußen!

Sonntag, 30. Dezember 2007

Alles neu ...

Nachdem der große PC jetzt wieder läuft - erinnert mich bei Gelegenheit mal daran, jemanden kräftig zu treten dafür, daß einfach die Graphikkarten vertauscht wurden ohne mir was davon zu sagen - bin ich ganz fleißig, sämtliche Einstellungen vorzunehmen, die ich vom Thinkpad gewohnt war. Das geht nämlich in den Teilzeit-Ruhestand. Vielleicht hätte ich mir dafür nicht unbedingt den Tag aussuchen sollen an dem ich mich fühle als hätte ich den Kater des Jahrhunderts ... Aber nutzt ja nichts. Wenigstens bietet einem das die Gelegenheit, endlich mal den ganzen Dateien-Salat zu sortieren ... Vielleicht finde ich dann auch mal wieder auf Anhieb das, was ich suche ohne die komplette Verzeichnisstruktur durchwühlen zu müssen. Die Hoffnung stirbt ja bekannt zuletzt ...

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Wieder da - Weihnachten in Stichworten

  • Oberste Regel für Aufenthalt in einem Haushalt mit Kater plus Freund von Kater: keine schwarzen Sachen - man sieht jedes einzelne Katzenhaar.
  • Zweite Regel für Aufenthalt in einem Haushalt und so weiter: Du bist kein Mensch. Du bist ein Sofa auf zwei Beinen, das Dosen öffnet und Türen aufmacht wenn man lange genug mauzt. Dieses Jahr hauptsächlich damit beschäftigt gewesen, einem der Kater irgendwelche Türen zu öffnen.
  • Es ist eine Tatsache, daß ein Mensch mit Schnupfen einen Teil seines Geschmackssinnes einbüßt. Es ist hingegen Tradition, daß es bei meinen Eltern Weihnachten Wild gibt. Ich liebe Wild und da ich das selber nicht auf die Kette bekomme mit dem Braten und so, hab ich mich da wirklich drauf gefreut. Und ich hatte einen Schnupfen. Klasse Timing.
  • Regel eins, wenn man bei Eltern zu Weihnachten ist: bitte schnupfenfrei antanzen, sonst bekommt man ständig aufs Butterbrot geschmiert, daß man Bazillen angeschleppt hat.
  • Anzahl der Bleche gebackener Plätzchen: Fünf. Wovon gut dreieinhalb es überhaupt erst in die Keksdose geschafft haben. Vanillekipferl sind eben sehr beliebt.
  • Anzahl der gelesenen Bücher: Drei. Terry Pratchett: "Die Farben der Magie". Arno Surminski: "Polninken" oder "Eine deutsche Liebe". Joe Abercrombie: "The Blade itself" (mein Weihnachtsgeschenk!).
  • Anzahl der geschauten DVDs: Zwei. Der Pianist und Ein Lied von Liebe und Tod.
  • Verbrauchte Taschentücher: mindestens ein Mülleimer voll. Wenn nicht sogar mehr.
  • Fischplatte ist etwas feines. Das war Heiligabend, bevor mein Schnupfen jeglichen Geschmack ins Nirvana und sämtliche Nahrung zu geschmackloser Pappe verkommen ließ.
  • Geerbte Bücher: Drei. Ich mag es, wenn meine Mutter Bücher aussortiert - eben, weil ich sie dann kriege. Für einfaches Zwischendurch mal lesen wollen ist mindestens eins dabei. Auch wenn Mutters und mein Lesegeschmack sich nur in Sachen historischer Romane einig sind.
  • Kaputte Geräte: eins. Und ich sag noch "Laß das gute Geschirr mit dem Goldrand doch per Hand waschen, soll man doch nicht in den Geschirrspüler stellen". Daraufhin dachte sich die Spülmaschine, es sei jetzt Zeit für ein "Patschpfff" und ein kleines, nach verbranntem Plastik stinkendes Rauchwölkchen. Und wer durfte den Abwasch von fünf Leuten nach drei Gängen erledigen?
  • Durchgeschlafene Nächte: Keine. Entweder weil Probleme mit der Luftzufuhr oder erbitterte Kämpfe um den besten Schlafplatz. Auf meiner Bettdecke. Die auf mir lag.
  • Fazit: ruhig, verschnupft, besinnlich, friedlich. Einfach ein bißchen Weihnachten - so hab ich das gewollt. Und sollten alle Stricke reißen, laß ich mich zur Katzen-Dosen-und-Tür-Öffnerin umschulen. Übung hatte ich die Tage ja schon genug.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Bin dann mal weg

Ich werde mich jetzt dem stählernen Gaul anvertrauen, der mich auf verschlungenen Umwegen zurück in das Kaff meiner jugendlichen Sünden führen wird um Weihnachten im Kreis der Familie zu verbringen.

Liebe Leser, habt ein paar schöne und ruhige Tage, laßt Euch nicht vom Weihnachtsstreß erwischen sondern dafür reich beschenken!

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Auf dem Kriegspfad

Wenn das Aufwachen schon mit sehr unschönen und vor allem schmerzhaften Krämpfen im Unterleib beginnt, sollte man sich das eigentlich Warnung genug sein lassen und am besten wieder ganz tief in die Bettdecke einrollen. Und weiterschlafen. Nein, ich dagegen durfte mich aus dem Bett quälen, mich dem Monster in meinem Spiegel stellen und im Stockfinsteren zur Bushaltestelle traben.

Bus fährt vor, Bus für diese Uhrzeit nicht ganz so voll wie üblich, aber immer noch voll genug. Freien Sitzplatz erspäht. Freien Sitzplatz angesteuert. Rucksack wandert auf den Sitzplatz. Frau Mirtana wird böse angestarrt. Guckt sehr böse zurück und fragt nebenbei zuckersüß, ob der Rucksack da verschwinden könne. Nö, könne er nicht, wird da gepampt. Die ältere Dame auf dem Platz gegenüber schaut konsterniert auf das jugendliche Rotzgör. Frau Mirtana fragt sich etwas, was ungefähr so klingen könnte: "Hatten wir das nicht schon einmal?"

Frau Mirtana ist, fassen wir zusammen, nicht ausgeschlafen, nicht wirklich gut gelaunt und leidet unter Hormonen. Ihr etwas zu sagen wie "Ey Alte, verpiß Disch, sitzt gleisch meine Freundin hier!" ist einfach keine gute Idee. Es sei denn, man steht darauf, seinem Rucksack dabei zu zu sehen, wie er durch die sich gerade schließende Türe des Busses fliegt. Und dabei, ganz erstaunlich, niemanden verletzt, sondern einsam und etwas beleidigt neben dem Mülleimer der Haltestelle landet.

Ja, das war überdramatisch. Und das entsetzte Gesicht auf meine böse Antwort "Ey Alte, an der Schultenbrücke kannst Du ja dann aussteigen, zurücklaufen und Deinen Rucksack einsammeln. Dann brauchst Du auch keinen Sitzplatz mehr" war meine persönliche Sahne auf dem Kakao. Neben dem lauten Gelächter des Busfahrers und dem Schmunzeln der älteren Dame.

Jetzt bin ich mal gespannt. Man hat mir ewige Rache geschworen. Wettet jemand mit mir, wieviele Brüder mir demnächst auflauern werden?

Samstag, 15. Dezember 2007

Sie wollte ...

Gestern nach Feierabend. Frau Mirtana hat hochtrabende Pläne. Sie wollte Wäsche waschen. Sie wollte abwaschen. Sie wollte was leckeres kochen. Sie wollte ihre eMails beantworten. Sie wollte aufräumen und den neuen Rechner anstöpseln. Sie wollte ihre Dateien sortieren. Sie wollte ...

Was hat sie gemacht? Sich "Scheiß drauf, morgen ist auch noch ein Tag" gedacht. Dann duschen gegangen. Alten Jogginganzug angezogen, mit dem sie niemals den Rahmen ihrer Wohnungstüre durchqueren würde. Dicke Socken an die Füße gezogen. Tee gekocht. Ins Bett gestiefelt. Kopfhörer aufgezogen. Klavierkonzerte gehört und "Die Puppenspieler" von Tanja Kinkel gelesen. Dabei Kekse ins Bett gekrümelt. Lange geschlafen.

Und jetzt? Jetzt will sie Wäsche waschen. Sie will abwaschen. Sie will ihre eMails beantworten. Sie will aufräumen, den neuen Rechner anstöpseln und ihre Dateien sortieren. Sie will ... und was macht sie? Dummes Zeug bloggen. Also ehrlich, Mädchen, so wird das heute aber nix mehr.

Edit 16.43: Wenigstens die Wäsche ist sauber, die Dateien sortiert und ausgelagert, ein paar eMails beantwortet. Nur gegessen hab ich noch nix.

Montag, 10. Dezember 2007

Sprachlos

Ich bin mir sicher, es gibt den ein oder anderen Menschen, der sich dringend wünscht, Frau Mirtana hätte einen Knopf zum Ausschalten. Dummerweise bekommt man mich sehr selten sprachlos. Gestern fest gestellt: es geht. Man muß offensichtlich nur wissen, wie ...

Gestern, brunchen im Q-Stall (und ich weiß übrigens immer noch nicht, was es mit den vielen bunten Eseln auf sich hat). Ich unterhielt mich mit meinem Gegenüber, vor mir steht ein Teller mit Frikadellchen, Reis und Sauce. Da nähert sich von rechts eine Gabel. Verschwindet in einer meiner Frikadellchen. Die Gabel samt Beute verschwindet. Im Mund meines Tischnachbarn. Und siehe da, die Aussage "Ich wollte wissen, wie die Sauce schmeckt" reicht vollkommen aus, daß mir nichts mehr einfällt ...

Zur Nachahmung übrigens nicht empfohlen ...

Immanuel Kant:

"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte."

deutscher Philosoph
(1724 - 1804)

In aller Kürze

Online seit 1116 Tagen
Zuletzt aktualisiert:
10. Aug, 19:25

ICQ: 97-050-642
Mail: mirtana.(ät).gmx.net

Mirtana eine Freude machen?
Wunschzettel

Kluge Worte ...

"Der beliebteste Fehler unter Leuten, die etwas absolut idiotensicheres konstruieren wollen, ist der, daß sie den Erfindungsreichtum von absoluten Idioten unterschätzen."
Douglas Adams,
britischer Schriftsteller


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"I don't know half of you as well as I should like, and I like half of you less than you deserve."
J.R.R. Tolkien,
Lord of the Rings


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“And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of someone who wears his underpants on his head.”
Terry Pratchett,
Mummenschanz

Disclaimer

Alle Texte, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, stammen aus meiner Feder. Die Texte dürfen gerne anderweitig verwendet werden, doch ich bitte darum, daß diese dann auch als "aus meiner Feder" kenntlich gemacht werden. Eine E-Mail, in der man mir mitteilt, warum und wo, freut mich, einen Back-Link erbitte ich mir ;-)

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