Same shit, different day
Seit drei Wochen das ewig gleiche Spiel. Man wüßte nicht, wer zuständig sei. Man könne sich nicht erklären, was da passiert ist. Es müsse geprüft werden. Man würde mich benachrichtigen. Das ermüdet mich. Zermürbt mich. Und es gibt gewaltige Wut im Bauch, die sich leider in diesem Gebäude keinen Bahn brechen darf. Am liebsten würde ich der unfähigen Dame die Krallen durchs Gesicht ziehen. Stattdessen gehe ich lieber. Die Zähne so fest zusammen gebissen, daß ich davon Kopfschmerzen bekomme. Die Eingangstür fliegt hinter mir so fest zu, daß sie noch Sekunden nachbebt. Als sei sie fassungslos und empört, daß jemand so respektlos mit ihr umgeht.
Ich soll eine Woche warten. Ja danke. Ich hab noch 2,74 € in der Tasche und im Kühlschrank laufen sich selbst die Mäuse Blasen an den Füßen. Und nun soll ich eine Woche auf etwas warten, das mir zusteht. Was ich in der Zeit essen soll, wollte mir die Dame nicht verraten. Kann ihr ja auch egal sein. Wie ihr anscheinend auch egal ist, daß nicht ich die benötigten Papiere verschlampt habe. Die Empfangsbestätigung juckt sie ja auch nicht.
Ich hab den Laden satt. Ich bin es müde, mit unfähigen Bearbeitern zu tun zu haben. Ich mag mir nicht mehr den Bart fusselig reden und gegen Windmühlen anlaufen. Ich will einfach nur meine Ruhe vor dem Verein haben. Ich kann nicht mal Bewerbungen schreiben. Nicht mal die Hoffnung, daß der Ärger mit diesen Flachpfeifen bald ein Ende hat.
Ich kann es verstehen, daß Menschen irgendwann aufgeben. Gegen diesen Apparat hat man kaum eine Chance. Und wer läßt sich schon gerne behandeln wie eine Nummer, die man verwalten, abheften, abspeichern kann? Wenn alles, was einem bleibt, hilflose und sehr unkonstruktive Wut ist. Irgendwann ist selbst meine Kraft am Ende. Dann gibt es auch nicht mehr viel zu erzählen wenn man sich selber schon mit der sich ständig wiederholenden Geschichte auf den Keks geht.
Zu Hause stehe ich vor dem Briefkasten. Werbung, noch mehr Werbung, ein Schreiben von der Kirche, in der für irgendwelche Bildungsfahrten geworben wird, eine Postkarte. Auf der steht nur "miss you!"
Genau das habe ich gebraucht. Ein einfaches Zeichen, doch nicht so allein und verloren zu sein wie ich mich in dem Moment gefühlt hab, als ich die Eingangstüre hinter mir mit aller Kraft zugeworfen hab. Und jetzt werde ich einen Weg finden, die nächste Woche zu überstehen. Und dann die nächste. Und dann den nächsten Monat. Es geht wieder weiter. Auch hier.
Ich soll eine Woche warten. Ja danke. Ich hab noch 2,74 € in der Tasche und im Kühlschrank laufen sich selbst die Mäuse Blasen an den Füßen. Und nun soll ich eine Woche auf etwas warten, das mir zusteht. Was ich in der Zeit essen soll, wollte mir die Dame nicht verraten. Kann ihr ja auch egal sein. Wie ihr anscheinend auch egal ist, daß nicht ich die benötigten Papiere verschlampt habe. Die Empfangsbestätigung juckt sie ja auch nicht.
Ich hab den Laden satt. Ich bin es müde, mit unfähigen Bearbeitern zu tun zu haben. Ich mag mir nicht mehr den Bart fusselig reden und gegen Windmühlen anlaufen. Ich will einfach nur meine Ruhe vor dem Verein haben. Ich kann nicht mal Bewerbungen schreiben. Nicht mal die Hoffnung, daß der Ärger mit diesen Flachpfeifen bald ein Ende hat.
Ich kann es verstehen, daß Menschen irgendwann aufgeben. Gegen diesen Apparat hat man kaum eine Chance. Und wer läßt sich schon gerne behandeln wie eine Nummer, die man verwalten, abheften, abspeichern kann? Wenn alles, was einem bleibt, hilflose und sehr unkonstruktive Wut ist. Irgendwann ist selbst meine Kraft am Ende. Dann gibt es auch nicht mehr viel zu erzählen wenn man sich selber schon mit der sich ständig wiederholenden Geschichte auf den Keks geht.
Zu Hause stehe ich vor dem Briefkasten. Werbung, noch mehr Werbung, ein Schreiben von der Kirche, in der für irgendwelche Bildungsfahrten geworben wird, eine Postkarte. Auf der steht nur "miss you!"
Genau das habe ich gebraucht. Ein einfaches Zeichen, doch nicht so allein und verloren zu sein wie ich mich in dem Moment gefühlt hab, als ich die Eingangstüre hinter mir mit aller Kraft zugeworfen hab. Und jetzt werde ich einen Weg finden, die nächste Woche zu überstehen. Und dann die nächste. Und dann den nächsten Monat. Es geht wieder weiter. Auch hier.
Dunkle Wolken - 19. Mrz, 12:06
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