The Black Wolf's Den: Buecherecke
 

Buecherecke

Dienstag, 18. Dezember 2007

Markus Heitz - Schatten über Ulldart

Im Juli habe ich den ersten Teil des Ulldart-Zyklus gelesen. Mittlerweile haben wir Dezember und ich kann behaupten, alle sechs Bände mein eigen zu nennen und auch noch gelesen zu haben. Ließ sich der erste Band noch recht flüssig lesen und auch mal zur Seite legen (z.B. wenn der Bus an der Haltestelle angelangt ist, an der man normalerweise auszusteigen pflegt), so splittete sich die Handlung von Buch zu Buch mehr auf. Auf die ganz gemeine Weise: wir hören an dieser Stelle mit Person XY auf und wenn Du wissen willst, wie es mit Person XY weiter geht, dann lies bitte erstmal, was Personen A bis F in der Zeit treiben.

Was bei mir prinzipiell ein Garant dafür ist, daß ich ein Buch nicht oder nur sehr schwer aus der Hand legen kann. Allerdings treibt Heitz es nicht so zum Extrem wie das Tad Williams mit seiner Drachenbeinthron-Saga geschafft hat.

Allerdings muß ich zugeben, daß ich die ein oder andere Wendung nicht verstanden habe. Vielleicht muß man die Bücher dafür wirklich hinter einander weg lesen und nicht, so wie ich, jeden Monat eines (Schließlich lese ich im Monat mehr als nur ein Buch - da geht schon mal das ein oder andere Detail ein wenig unter). Was mit Lodrik am Ende passiert, hat sich mir nicht ganz erschlossen und ich bin ziemlich sicher, irgendwo hab ich eines der Puzzleteile übersehen.

Ulldart läßt sich flüssig lesen, macht Spaß und immer mal wieder möchte man dem ehemaligen "Keksprinzen" zurufen "Hey du, siehst du nicht, was dabei herum kommt, wenn du auf deinen bösen Berater hörst?" Zudem verfügt der letzte Band über ein mehr oder weniger offenes Ende und genügend lose Fäden, so daß ich mir ziemlich sicher bin, der nächste Ulldart-Besuch kostet mich die nächsten drei Bände.

Freitag, 24. August 2007

Ich lese ...

marvin

"You talked to it?" exclaimed Ford. "What do mean, you talked to it?"
"Simple. I got very bored and depressed, so I went and plugged myself in to its external computer feed. I talked to the computer at great length and explained my view of the Universe to it," said Marvin.
"And what happened?" pressed Ford.
"It committed suicide," said Marvin and stalked off to the Heart of Gold.

Na, wer hats erkannt? ;-)

Donnerstag, 9. August 2007

Arno Surminski - Jokehnen

Ich habe Arno Surminskis "Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?" vor vielen Jahren schon mal gelesen. Und ich war gespannt, ob das Buch immer noch so gut sein würde, wie ich es in Erinnerung hatte. Ich habe es an einem Wochenende gelesen, was meine Frage beantwortet.

Jokehnen ist ein kleines, verschlafenes Dorf im Herzen Ostpreußens, das gerade mal knapp zweihundert Einwohner zählt. Der Roman erzählt von dem kleinen Hermann Steputat, geboren am Tag als Hindenburg starb. Nach Jokehnen kam alles später: das elektrische Licht, Autos, Nachrichten, Verordnungen, Hitlerdeutschland und der Krieg. Hermann wächst unter braven Deutschen auf und bekommt den Krieg nur durch den Volksempfänger mit. Bis das kleine, beschauliche Jokehnen vom Kriegsende überrollt wird.

Surminskis Stil muß man vermutlich mögen. Er erzählt in klaren und präzisen Worten vom Schicksal des kleinen Hermann, das beispielhaft für die Schicksale der Generation meiner Großeltern steht. Er malt ein Bild des Ostpreußens meiner Großeltern ohne Schnörkel, Pathos oder Kitsch. Surminski schafft es, fast schon gemütlich zu erzählen, zu informieren, ohne dabei in Klischees zu verfallen oder Haß gegen die Sieger zu wecken. Es ist ein Roman, der sich gegen den Krieg ausspricht.

"Dies ist mein Haus, wenn Mama und Papa kommen, ich bin im Krug" schreibt der kleine Hermann an die Tür seines Hauses. Er wird nicht im Krug sein, denn das Ostpreußen, wie er es kannte, gibt es nach Ende des zweiten Weltkrieges nicht mehr.

Ein wunderbarer Roman, der mir die Faszination, die in den Erzählungen meiner Familie immer mitschwang, erklärte. Wer für eine Weile in die Welt des bäuerlichen Lebens in Ostpreußen eintauchen mag, dem möchte ich diesen Roman ans Herz legen. Denn hier geht es nicht um Politik, sondern um einfache Menschen und ihr Schicksal. Lesen!

Dienstag, 31. Juli 2007

Markus Heitz - Trügerischer Friede

Der erste Band des "Schatten über Ulldart" Zyklus. Es gibt fünf weitere Bücher. Und eine anschließende Triologie. Macht neun Bücher - eines davon habe ich. Sieht mich da etwa noch jemand Geld ausgeben?

Lodrik, den die Untertanen seines Vaters nur spöttisch den "Keksprinzen" nennen, wird von eben jenem in den hohen Norden geschickt und mit dem undankbaren Amt des Gouverneurs betraut. Damit aus ihm ein Mann wird, der sich nicht beim Aufheben seines Schwertes bereits ernsthaft verletzt. Begleitet wird er von seinem treuen Diener Stoiko und dem Krieger Waljakov, die nebenbei auch noch verhindern sollen, daß bekannt wird, daß der Prinz nun undercover im hohen Norden weilt. Nebenbei gibt es noch eine zweideutige Prophezeiung, wie sich das gehört, und Leute, die dem Keksprinz ans Leder wollen um die Rückkehr der dunklen Zeit zu verhindern.

Noch knapp hundert Seiten, dann bin ich durch mit dem Buch. Ich muß sagen, man merkt dem Schreibstil von Markus Heitz an, daß er Rollenspieler ist. Wer so schreibt, kann nur Rollenspieler sein ... Sicher, Fantasy erschöpft sich irgendwann. Doch was ich Heitz zu Gute halte ist die Tatsache, daß die Welt dieses Romanes sehr stark russisch angehaucht ist und sein Humor nicht so platt daher kommt wie bei manch anderem Autor, der gerne komisch sein würde ...

Jetzt entschuldigt mich bitte, ich reise ein wenig nach Ulldart und schaue, wie es dem Keksprinzen so geht ... Nur noch hundert Seiten, dann sitz ich wieder in der realen Welt. Und wehe, einer verrät mir, wie es weiter geht - der macht gnadenlose Bekanntschaft mit dem "Löschen" Button. ;-)

Donnerstag, 19. Juli 2007

Jonathan Stroud - The Amulet of Samarkand

Bilder Upload

Der hier liegt im Moment auf meinem Nachttisch. Und ich muß mich wirklich bemühen, das Buch weg zu legen bevor es draußen wieder hell wird. Bartimaeus und seine selbstironischen Bemerkungen haben in der Tat etwas sehr amüsantes. Ein uralter Dämon, beschworen von einem Zwölfjährigen und gezwungen, dessen Willen zu tun. Das kann ja nur schief gehen. Eines der Bücher, die keinen Hype ala Zauberlehrling nötig haben. Eine sehr gelungene Mischung aus Magie, Intrigen, Witz und Geschichte. Und es spielt in meiner Lieblingsstadt London.

Jetzt werde ich mir einen leckeren Tee aufsetzen und gespannt weiter verfolgen, wie Bartimaeus versucht, sich aus der Befehlsgewalt des kleinen Magierlehrlings zu befreien und dabei ständig überlistet wird.

Immanuel Kant:

"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte."

deutscher Philosoph
(1724 - 1804)

In aller Kürze

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britischer Schriftsteller


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J.R.R. Tolkien,
Lord of the Rings


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Terry Pratchett,
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