The Black Wolf's Den: Aerger im Revier
 

Aerger im Revier

Donnerstag, 17. April 2008

...

"Ich glaube, das ist damals falsch verstanden worden mit der Demokratie: Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. 'S wär ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht. Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten."

--- Dieter Nuhr ---


War mir gerade ein ganz dringendes Bedürfnis, diese Worte mal wieder schwarz auf weiß geschrieben zu sehen. Es ist schon erstaunlich, wie so mancher Zeitgenosse sich die Luxus eines Urteils über eine Begebenheit erlaubt, von der man schlicht keine Ahnung hat. Was zwischen zwei Personen passiert, sei es im Streit oder wie auch immer, geht nur diese zwei Personen etwas an. Ganz egal, wie sehr sich von einem Part auch bei jedem ausgeheult und das eigene Leid und die Bosartigkeit des anderen Parts angeprangert wird.

Ich war noch nie dafür bekannt, mit Samthandschuhen durch die Weltgeschichte zu trapsen und bei allem und jedem "Eieiei, du armes TukTuk" Theater zu veranstalten. Ich bin unverblümt. Ich bin direkt und es interessiert mich schon lange nicht mehr, wenn jemand damit nicht umgehen kann und zurück an Mamas Rockzipfel flüchtet um mit dem Zeigefinger auf mich zu zeigen und zu heulen "Die böse Frau hat mir mein Schippchen weg genommen".

Allerdings werde ich giftig, wenn dann der Rockzipfel bei mir angeschissen kommt und mir erklären möchte, wie ich zu reagieren habe. Und das in einem Ton, den sich nicht mal meine eigene Mutter mir gegenüber heraus nehmen würde (und die wäre die Einzige, die das dürfte).

Wer nicht in der Lage ist, sich selber mit mir auseinander zu setzen und andere dafür vorschicken muß, die sich dann als alleswissender Rockzipfel aufspielen müssen, der kann gepflegt da bleiben, wo der Pfeffer wächst. Mitsamt Rockzipfel. Wer die Angelegenheiten anderer wichtiger nimmt als seine eigenen ist meiner Auffassung nach die Person mit einem gravierenden Problem ...

So, genug Kindertheater für heute. Kommen Sie demnächst wieder zur nächsten Folge von "Wie gehe ich Frau Mirtana so richtig auf die Nüsse".

Dienstag, 18. Dezember 2007

Kawumm ...

Bin ich im Moment angepißt. Aber so richtig. Seh ich aus, als hätt ich 'nen Esel, der Dukaten scheißen kann? Ich möchte jetzt so richtig gerne *zensiert*. Und bevor ich noch was falsches tue, stiefeln mein Zorn und ich ins Bett. Gute Nacht allerseits.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Dummschwätzer

Mag ich überhaupt nicht. Gerade so Menschen, die nicht mal die Grundbegriffe eines Themas verstehen und mir unüberlegtes Zeugs ins Ohr sabbeln, das keinerlei Argumentation standhält. Wenn man verbal die Klingen kreuzen will, sollte man zumindest grob wissen, wie das mit dem Fechten so funktioniert. Sonst geht das ins Auge. Und auf meine Nerven. Da ich meine Nerven mag, geht doch einfach woanders spielen, ihr Dummschwätzer und sabbelt da unüberlegtes Zeugs. Die A2 wär doch ein hübscher Spielplatz - ich kaufe euch auch Förmchen und Schippchen. Also husch, husch!

Freitag, 30. November 2007

Zeit für Wochenende

Ich habe heute keine Lust mehr. Es reicht an schlechten Nachrichten für heute. Nur weil jemand zu dumm ist, bis fünfzehn zu zählen, hab ich wieder weniger Geld auf dem Konto. Danke - und das ausgerechnet im Dezember. Und dann renne ich in meiner Mittagspause bis runter zum Eigener Markt, nur um dann vor dem einzigen Geldautomaten zu stehen und fassunglos zu lesen "Außer Betrieb" während hinter mir die Mitarbeiter ganz schnell die Türen zum Schalterraum dicht machen. Also wieder durch diesen fiesen Nieselregen zurück gelatscht. Nichts mit Bäcker und nichts mit Essen - jetzt knurrt mir der Magen und ich hab noch über vier Stunden vor mir bis ich was essen kann. Die blöden schlechten Nachrichten, die hier am laufenden Meter ins Büro platzen können von mir aus auch sehr gerne da bleiben wo die Sonne nie scheint. Die ziehen die Stimmung runter und wenn jedermann gereizt, genervt und aggressiv ist, dann macht das wirklich keinen Spaß.

Ich will Wochenende. Jetzt sofort. Grummel.

Donnerstag, 29. November 2007

Vielen Dank - ich hab ein Leben

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da habe ich vieles getan - nur eines nicht: zu leben. Ich war damals mehr damit beschäftigt, mich hinter einer virtuellen Spielfigur zu verstecken. Mittlerweile ist es gut zwei Jahre her, daß ich Everquest den Rücken zu gekehrt habe. Es war eine lustige Zeit und es hat Spaß gemacht auf eine sehr merkwürdige, virtuelle Weise. Jetzt ist es vorbei und das ist gut so.

Denn dem Leben in einer derart gestalteten virtuellen Umgebung fehlt etwas. Man mag das auf den ersten Blick nicht mitbekommen, aber irgendwann beschleicht einen das seltsame Gefühl, ob es nicht noch mehr geben könnte als nur vor dem PC zu hocken, in das Spiel einzuloggen und andere Menschen zu beeindrucken, wie weit man mit seiner Spielfigur bereits ist.

Irgendwann habe ich für mich entschieden, daß ich keine Lust mehr habe, meine Zeit damit zu verbringen, mich in einer virtuellen Spielwelt herum zu treiben. Ich lese stattdessen lieber oder schaue DVDs, schreibe und mache reales Rollenspiel. Da ich recht viele Bekannte habe, die World of Warcraft (kurz WoW) spielen, bleibt es nicht aus, daß man immer mal wieder mit diesem Thema konfrontiert wird.

Was ich allerdings bedenklich finde, ist die Tendenz des ein oder anderen, ausschließlich über WoW reden zu können. Es gibt zum Beispiel sehr viele Gründe, ein Telefongespräch zu beenden. Den Grund "Ich kann nicht gleichzeitig WoW spielen und telefonieren" finde ich schon merkwürdig. Sehr gereizt reagiere ich mittlerweile darauf, immer wieder angesprochen zu werden, warum ich denn nicht auch damit anfangen würde. Ich habe es nicht nur einmal, sondern drölfzig Mal erklärt.

Bis mir dann die Hutschnur geplatzt ist. Was zu dem sehr bösen Satz "Ich habe ein Leben, das ich leben will - in dieser Welt!" geführt hat. Ich hätte auch eine Bombe auf den Tisch werfen können, das hätte vermutlich den gleichen Effekt gehabt. Da schien sich der ein oder andere doch sehr angegriffen zu fühlen. Huch? Es tut mir sehr leid, das Kapitel Online-Rollenspiele ist für mich definitiv abgeschlossen. Und nein, ich werde meine Meinung nicht ändern.

Mittwoch, 21. November 2007

Beschäftigungstherapie

Als ob ich sonst nichts zu tun hätte außer mich stundenlang durch die beschissene Hilfe von Outlook zu lesen. Fuck Microdoof - wozu brauch ich diesen zu 90 % überflüssigen Schnickschnack in der neuen Version wenn ich dafür auf die Hälfte der Dinge verzichten muß, die ich wirklich brauche? Wie gut, daß mir zu Hause dieser Dreck nicht auf den Rechner kommt.

Mittwoch, 7. November 2007

Es kann nur besser werden

Wenn die Kollegin, die sich heute wieder ins Büro geschleppt hat, es bis viertel nach acht am Morgen schafft, einen von zwei Rechnern zu zerschießen, dann kann es nur besser werden ... Seufz.

Montag, 22. Oktober 2007

Widerspruch

Seitenweise Informationen gelesen. Beratungsstellen angerufen. Mit Menschen gesprochen, die Ahnung haben. Durch diverse Foren gewühlt. Gerechnet. Die Internetseite des Ministeriums für Arbeit und Soziales (die man übrigens nur nach vorheriger Genehmigung verlinken darf ...) studiert und mit Hilfe ihres Online-Rechners Abzüge nach geprüft. Adressen von Rechtsanwälten gesucht und notiert. Einen langen Widerspruch geschrieben. Kopien gemacht von Schreiben und Anlagen. Einen fachkundigen Bekannten drüber lesen lassen. Für gut befunden.

Abgabe: morgen früh. Stimmung: auf dem Kriegspfad. Mir fehlen monatlich 147 Euro. Mal drei Monate macht das 441 Euro. Das ist für mich eine Stange Geld. Die mir zusteht und die ich bekommen werde. Auf dem einen oder anderen Weg. Ich lasse mich weder dazu bewegen, den Job an den Nagel zu hängen, noch dazu, klein beizugeben. Liebe Sachbearbeiter der örtlichen ARGE: es gibt da etwas, was ihr nicht wißt. Nicht wissen könnt. Ich habe einen Vater, der mir ganz gewaltig in den Allerwertesten treten wird, wenn ich meinen Job hinwerfe oder mich von euch unterkriegen lasse. Und das, meine Lieben, werde ich mit Sicherheit nicht riskieren. Väterliche Tritte in den Allerwertesten schmerzen nämlich verdammt lange.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Latein am Ende

So bald ich mich entschieden habe, ob ich jetzt irgendwas mit Karacho an die Wand schmeiße oder mich in einer stillen Ecke in Tränen auflöse, rege ich mich vermutlich auch wieder ab. Ich habe es bis Oberkante Unterlippe satt, ständig gegen Mauern zu rennen.

Ganz offiziell bin ich am Ende mit meinem Latein. Ich habe einen "Berechnungsbogen" vor der Nase und frage mich, wieso ich nach Berechnungen der ARGE jetzt noch weniger Geld als vor der Unterschrift unter meinem Arbeitsvertrag zur Verfügung habe? Und vor allem, wie zum Teufel setzt sich diese verschissene Berechnung zusammen?

Es reicht mir. Ab jetzt gebe ich das Ganze in professionelle Hände. Und wenn ich dafür vor Gericht ziehen muß - ich sehe es nicht ein, daß sich Vater Staat über 90 % meines Bruttoverdienstes einschnupft, ich auf den Fahrtkosten sitzen bleibe und effektiv weniger Geld im Monat zur Verfügung habe als vorher. Und mir dafür auch noch so Sprüche anhören darf wie "Hartz IV ist ja keine lebenlange Rente", "Sie sind verpflichtet dem Job nachzugehen, sonst haben Sie keinen Anspruch auf bla bla bla", "Das kann ich Ihnen auch nicht sagen" oder "Woher soll ich das wissen, ich beziehe kein Hartz IV - die kennen sich ja alle gut mit dem SGB aus!"

Verschissenes Spiel - ich hätte schwarz arbeiten gehen sollen wie so viele andere. Alles, was ich jetzt davon habe, ist äußerst schlechte Laune, ein beginnendes Magengeschwür, noch weniger Geld und das vehemente Bedürfnis, jemandem so richtig weh zu tun. Knurr.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Nebel

Draußen liegt Nebel wie dichter Schleier vor der Welt. Nur ein paar Bäume sind als undeutliche Schemen zu erkennen. Ich sitze hier, trinke meine morgendliche Tasse Tee und poliere meine Rüstung. In einer halben Stunde werden mein nicht-existentes Pferd Rosinante und mein treuer Diener Sancho an meiner Seite dann mal in den Kampf gegen Windmühlen ziehen. Darin bin ich ja mittlerweile gut. So, Lanze schultern und los. Bis später ...

Edit 14:30: Es gab keine Verluste zu beklagen.

Notiz an mich: Neue Lanzen bestellen!

Immanuel Kant:

"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte."

deutscher Philosoph
(1724 - 1804)

In aller Kürze

Online seit 1020 Tagen
Zuletzt aktualisiert:
1. Mai, 00:57

ICQ: 97-050-642
Mail: mirtana.(ät).gmx.net

Mirtana eine Freude machen?
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Kluge Worte ...

"Der beliebteste Fehler unter Leuten, die etwas absolut idiotensicheres konstruieren wollen, ist der, daß sie den Erfindungsreichtum von absoluten Idioten unterschätzen."
Douglas Adams,
britischer Schriftsteller


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"I don't know half of you as well as I should like, and I like half of you less than you deserve."
J.R.R. Tolkien,
Lord of the Rings


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“And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of someone who wears his underpants on his head.”
Terry Pratchett,
Mummenschanz

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