Ferngesteuert
Die letzten Nächte durchgehend wenig geschlafen. Jeden Morgen eine halbe Stunde nach Klingeln des Weckers im Bett herum gewälzt und mir gewünscht, mich einfach wieder umdrehen zu dürfen. Gestohlene halbe Stunden, die dann den Rest des Morgens vor dem Aufbruch zur Arbeit erst recht hektisch wirken lassen. Dabei kann ich Hektik morgens gar nicht leiden.
Ich könnte den Mond dafür verantwortlich machen, daß ich im Moment schlecht schlafe. Schließlich ist ja mal wieder die Zeit um Vollmond. Böser Himmelskörper. Stattdessen laufe ich mehr wie ferngesteuert durch den Tag. Konzentriere mich mit aller Kraft darauf, neun Stunden Büro durch zu stehen. Was soviel heißt wie einfach arbeiten und alles andere ausblenden. Auch die Geschichten von Kindern. Ich habe keine und momentan auch kein großes Interesse an Kindern, die nicht meine sind.
Ich bin einfach müde. Wenn ich noch ein bißchen trainiere, kann ich bestimmt bald den Kiefer ausrenken wie eine Schlange. Interessanterweise bin ich zwar immer noch müde, wenn ich ins Bett gehe kann aber trotzdem nicht schlafen. Also gehe ich spazieren. Zwei Stunden durch kalte Nachtluft, den Soundtrack von Pirates of the Caribbean im Ohr.
Und endlich stehen die Zahnrädchen unter meiner Schädeldecke mal einen Moment still. Ich bin müde und leer. Ich hab keine Lust mehr auf ständiges Kämpfen. Ich hab auch keine Lust mehr darauf, Babysitter für jeden zu spielen, der sein Leben nicht in die eigenen Hände nehmen kann. Dumm, wenn man nicht in der Lage ist, das Mutter-Theresa-Syndrom einfach mal auszustellen. Sich selber zu helfen kann doch jetzt wirklich nicht so schwer sein, oder etwa doch?
Bin ab jetzt nicht mehr im Dienst. Ich mach Wochenende. Einfach so. Und als erste Amtshandlung hängen wir das "Gone Fishing" Schild an die Türe und schlafen aus. Kein Wecker, der unbarmherzig klingelt. Keine gestohlene halbe Stunde.
Ausgeschlafen sieht alles nur noch halb so wild aus. Dann finden wir auch ganz fix wieder zum gewohnten sarkastischen und selbstironischen Selbst. Jeder macht sich schließlich sein eigenes Bett, in dem er dann zu liegen hat. Ich glaube nicht, daß ich da die Ausnahme bilde. Suppe eingebrockt, dann löffel die Suppe halt auch aus. Bis zum bitteren Ende. Und dann bin ich wieder meine eigene Herrin. Über meine Zeit. Über meinen Einsatz. Über meine Gedanken. Über meine Gefühle. Nicht mehr ferngesteuert.
Ich könnte den Mond dafür verantwortlich machen, daß ich im Moment schlecht schlafe. Schließlich ist ja mal wieder die Zeit um Vollmond. Böser Himmelskörper. Stattdessen laufe ich mehr wie ferngesteuert durch den Tag. Konzentriere mich mit aller Kraft darauf, neun Stunden Büro durch zu stehen. Was soviel heißt wie einfach arbeiten und alles andere ausblenden. Auch die Geschichten von Kindern. Ich habe keine und momentan auch kein großes Interesse an Kindern, die nicht meine sind.
Ich bin einfach müde. Wenn ich noch ein bißchen trainiere, kann ich bestimmt bald den Kiefer ausrenken wie eine Schlange. Interessanterweise bin ich zwar immer noch müde, wenn ich ins Bett gehe kann aber trotzdem nicht schlafen. Also gehe ich spazieren. Zwei Stunden durch kalte Nachtluft, den Soundtrack von Pirates of the Caribbean im Ohr.
Und endlich stehen die Zahnrädchen unter meiner Schädeldecke mal einen Moment still. Ich bin müde und leer. Ich hab keine Lust mehr auf ständiges Kämpfen. Ich hab auch keine Lust mehr darauf, Babysitter für jeden zu spielen, der sein Leben nicht in die eigenen Hände nehmen kann. Dumm, wenn man nicht in der Lage ist, das Mutter-Theresa-Syndrom einfach mal auszustellen. Sich selber zu helfen kann doch jetzt wirklich nicht so schwer sein, oder etwa doch?
Bin ab jetzt nicht mehr im Dienst. Ich mach Wochenende. Einfach so. Und als erste Amtshandlung hängen wir das "Gone Fishing" Schild an die Türe und schlafen aus. Kein Wecker, der unbarmherzig klingelt. Keine gestohlene halbe Stunde.
Ausgeschlafen sieht alles nur noch halb so wild aus. Dann finden wir auch ganz fix wieder zum gewohnten sarkastischen und selbstironischen Selbst. Jeder macht sich schließlich sein eigenes Bett, in dem er dann zu liegen hat. Ich glaube nicht, daß ich da die Ausnahme bilde. Suppe eingebrockt, dann löffel die Suppe halt auch aus. Bis zum bitteren Ende. Und dann bin ich wieder meine eigene Herrin. Über meine Zeit. Über meinen Einsatz. Über meine Gedanken. Über meine Gefühle. Nicht mehr ferngesteuert.
Nachtgedanken - 23. Nov, 22:15
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