Eine Tasse Tee
Ich trinke keinen Kaffee. Mag ich einfach nicht, ich ziehe Tee vor. Und davon trinke ich eine Menge. Tee ist für mich oft viel mehr als nur Beutel in die Tasse hängen und heißes Wasser drüber kippen. Eine Tasse Tee kann für mich Pause vom Alltag sein und die Zubereitung ein Ritual um zur Ruhe zu kommen, wenn Gedanken wie Stürme durch meinen Verstand toben.
Zuerst die kleine Kanne ausspülen und den Wasserkocher anstellen. Meine große Tasse, die ich mit beiden Händen umschließen kann, neben den Wasserkocher stellen und dem Klackern des Kandis lauschen, wenn er auf den Tassenboden trifft. Ich bewahre den losen Tee in alten Marmeladengläsern auf, da bewahrt er sein Aroma am besten. Welcher soll es denn diesmal sein? Gläser aufschrauben, riechen und nebenbei darauf warten, daß das Wasser kocht. Einen kleinen Löffel Teeblätter in die vorgewärmte Kanne geben und wenn das Wasser sprudelnd kocht, darüber gießen und zuschauen, wie die Blätter im Wasser tanzen. Tee braucht Raum, um seinen Geschmack voll zu entfalten. Langsam verfärbt sich das Wasser und mit dem aufsteigenden Dampf verteilt sich der Geruch in der Luft. Ziehen lassen, über ein Sieb ganz langsam in die Tasse gießen, damit ich das leise Knacken des Kandis hören kann, wenn der heiße Tee ihn bedeckt. Das habe ich schon immer gemocht, dieses leise Knistern des Kandis.
Mit der Tasse auf das Sofa zurück ziehen und im Schneidersitz gemütlich machen. Beide Hände fest um die Tasse geschlossen und die Wärme spüren, die langsam die dicke Keramik der Tasse erobert. Augen schließen und riechen. Ungeduldig warten bis die köstliche Flüssigkeit so weit abgekühlt ist, daß ich mir nicht mehr den Mund verbrennen. Ganz langsam den ersten Schluck nehmen. Genießen. Aromen aus aller Welt schmecken. Abschalten. Den Tanz von Geruch und Geschmack auskosten. Bis die Tasse leer ist. Auf die nächste freuen.
Zuerst die kleine Kanne ausspülen und den Wasserkocher anstellen. Meine große Tasse, die ich mit beiden Händen umschließen kann, neben den Wasserkocher stellen und dem Klackern des Kandis lauschen, wenn er auf den Tassenboden trifft. Ich bewahre den losen Tee in alten Marmeladengläsern auf, da bewahrt er sein Aroma am besten. Welcher soll es denn diesmal sein? Gläser aufschrauben, riechen und nebenbei darauf warten, daß das Wasser kocht. Einen kleinen Löffel Teeblätter in die vorgewärmte Kanne geben und wenn das Wasser sprudelnd kocht, darüber gießen und zuschauen, wie die Blätter im Wasser tanzen. Tee braucht Raum, um seinen Geschmack voll zu entfalten. Langsam verfärbt sich das Wasser und mit dem aufsteigenden Dampf verteilt sich der Geruch in der Luft. Ziehen lassen, über ein Sieb ganz langsam in die Tasse gießen, damit ich das leise Knacken des Kandis hören kann, wenn der heiße Tee ihn bedeckt. Das habe ich schon immer gemocht, dieses leise Knistern des Kandis.
Mit der Tasse auf das Sofa zurück ziehen und im Schneidersitz gemütlich machen. Beide Hände fest um die Tasse geschlossen und die Wärme spüren, die langsam die dicke Keramik der Tasse erobert. Augen schließen und riechen. Ungeduldig warten bis die köstliche Flüssigkeit so weit abgekühlt ist, daß ich mir nicht mehr den Mund verbrennen. Ganz langsam den ersten Schluck nehmen. Genießen. Aromen aus aller Welt schmecken. Abschalten. Den Tanz von Geruch und Geschmack auskosten. Bis die Tasse leer ist. Auf die nächste freuen.
Blauer Himmel - 19. Mrz, 16:46
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