Ein trauriges Ende
Die Tage bei einem Freund gewesen. Geholfen, Dinge in Kisten zu packen, aufzuräumen und nicht mehr benötigtes den Weg in die Mülltonne zu weisen. Schon ein sehr komisches Gefühl, das Ende einer Ära. Immer mehr Müllsäcke füllen sich mit Dingen, die nicht mehr gebraucht werden. So ein Umzug ist ja eine nette Gelegenheit, mal kräftig zu entrümpeln und nicht mehr gebrauchten Kram loszuwerden. Manchmal auch eine Fundgrube für Erinnerungen. Geschirr spülen und verpacken. Kaputte Möbel abbauen und in den Aufzug schleppen. Sperrmüll, ab damit.
Da sitzt man dann auf einem Sessel, schaut sich um und plötzlich hört man ein ganz leises Knirschen unter den Schuhsohlen. Überall Scherben, sichtbar nur für die Sehenden. Aus den Wänden sickert das Echo böser Worte, so scharfkantig, daß sie ein über viele Jahre gewachsenes Band in Fetzen gerissen haben. Verletzungen in Wut ausgesprochen. Und man selber wird einfach auf eine Seite gestellt. Ohne wählen zu können, ohne die Möglichkeit, eine eigene Wahrheit der Dinge entwickeln zu können. Traurig und hilflos – es gibt nichts, was man daran ändern könnte.
Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. Die gleichen Versprechen, die gleichen Beteuerungen, die gleichen Fehler. Ein Lern-Effekt ist nicht zu erkennen. Der funktioniert nicht so, wie ich das will? Was solls, da draußen laufen Millionen anderer herum, die ich zur Liebe meines Lebens erklären kann bis sich die rosa plüschigen Wolken verziehen und man der nackten Realität ins Auge sehen muß. Wenn man kann – kann man es nicht, dann folgt Rinse & Repeat. Anderer Mensch, die gleichen Versprechen, die gleichen Beteuerungen, die gleichen Fehler. Man ist ja auch nie selber schuld, es sind immer die anderen, die böse zu einem sind und einem nur Böses wollen.
Man sitzt da also und die letzten Puzzle-Steinchen klicken zusammen. Das Bild ist komplett. Es ist kein schöner Anblick, denn es zeichnet eine Entwicklung in eine Richtung, an deren Ende es nur Verlierer geben wird. Verlierer im Namen der Liebe. Was ist das für ein Verständnis von Liebe, in deren Namen alles erlaubt sein soll? In der zerschlagen wird, was über Jahre gewachsen ist? Die tatenlos zusieht, wie Freunde sich verletzen und gegenseitig auf Rache sinnen? Was hat das noch mit Liebe zu tun?
Eifersucht, besitzen wollen, Kontrolle ausüben, unter den Pantoffel zwingen, die eigenen Vorstellungen anerziehen, verbiegen, zerbrechen, Freunde entfremden, beschlagnahmen, emotional erpressen und das als das große Glück verkaufen zu wollen, das einmal vor dem Altar enden soll. Wie all die voran gegangenen Male auch schon. Bis es Zeit für den Austausch und die nächste rosig, plüschige Wolke war. Ein Muster, immer und immer wieder wiederholt. Nie etwas gelernt.
Die Scherben unter meinen Schuhen knirschen leise, das Echo böser Worte weht leise aus dem Fenster und ich stehe auf. Zeit zu gehen. Die Tür schließt sich und eine andere öffnet sich, in diesem Fall die Tür des Aufzugs. Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt? Wer hat sich bloß diesen Bullshit ausgedacht?
Da sitzt man dann auf einem Sessel, schaut sich um und plötzlich hört man ein ganz leises Knirschen unter den Schuhsohlen. Überall Scherben, sichtbar nur für die Sehenden. Aus den Wänden sickert das Echo böser Worte, so scharfkantig, daß sie ein über viele Jahre gewachsenes Band in Fetzen gerissen haben. Verletzungen in Wut ausgesprochen. Und man selber wird einfach auf eine Seite gestellt. Ohne wählen zu können, ohne die Möglichkeit, eine eigene Wahrheit der Dinge entwickeln zu können. Traurig und hilflos – es gibt nichts, was man daran ändern könnte.
Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. Die gleichen Versprechen, die gleichen Beteuerungen, die gleichen Fehler. Ein Lern-Effekt ist nicht zu erkennen. Der funktioniert nicht so, wie ich das will? Was solls, da draußen laufen Millionen anderer herum, die ich zur Liebe meines Lebens erklären kann bis sich die rosa plüschigen Wolken verziehen und man der nackten Realität ins Auge sehen muß. Wenn man kann – kann man es nicht, dann folgt Rinse & Repeat. Anderer Mensch, die gleichen Versprechen, die gleichen Beteuerungen, die gleichen Fehler. Man ist ja auch nie selber schuld, es sind immer die anderen, die böse zu einem sind und einem nur Böses wollen.
Man sitzt da also und die letzten Puzzle-Steinchen klicken zusammen. Das Bild ist komplett. Es ist kein schöner Anblick, denn es zeichnet eine Entwicklung in eine Richtung, an deren Ende es nur Verlierer geben wird. Verlierer im Namen der Liebe. Was ist das für ein Verständnis von Liebe, in deren Namen alles erlaubt sein soll? In der zerschlagen wird, was über Jahre gewachsen ist? Die tatenlos zusieht, wie Freunde sich verletzen und gegenseitig auf Rache sinnen? Was hat das noch mit Liebe zu tun?
Eifersucht, besitzen wollen, Kontrolle ausüben, unter den Pantoffel zwingen, die eigenen Vorstellungen anerziehen, verbiegen, zerbrechen, Freunde entfremden, beschlagnahmen, emotional erpressen und das als das große Glück verkaufen zu wollen, das einmal vor dem Altar enden soll. Wie all die voran gegangenen Male auch schon. Bis es Zeit für den Austausch und die nächste rosig, plüschige Wolke war. Ein Muster, immer und immer wieder wiederholt. Nie etwas gelernt.
Die Scherben unter meinen Schuhen knirschen leise, das Echo böser Worte weht leise aus dem Fenster und ich stehe auf. Zeit zu gehen. Die Tür schließt sich und eine andere öffnet sich, in diesem Fall die Tür des Aufzugs. Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt? Wer hat sich bloß diesen Bullshit ausgedacht?
Nachtgedanken - 19. Aug, 02:56
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